Ersatzneubauten am Hofbachweg, Oberkirch
Am Hofbachweg 5 und 7 in Oberkirch sollen zwei in die Jahre gekommene Einfamilienhäuser durch eine kompakte Reihenhausüberbauung ersetzt werden. Im Zuge der bevorstehenden BZR-Revision der Gemeinde entsteht ein zeitgemässer Beitrag zur inneren Verdichtung. Der Verkaufsstart ist voraussichtlich im Frühjahr 2027 geplant.
Städtebau und Einfügung
Die geplante Überbauung besteht aus zwei kompakten Baukörpern mit drei beziehungsweise vier Reihenhäusern. Die Setzung orientiert sich an der bestehenden Körnung der Umgebung und vermittelt zwischen der gewachsenen Nachbarschaft, der Hanglage und dem Hofbachweg.
Durch die zurückhaltende Höhenentwicklung auf der Ostseite fügen sich die Gebäude selbstverständlich in das bestehende Wohnquartier ein. Auf der Westseite schafft der vorgelagerte Hofbachweg zusätzliche Distanz zu den Nachbarbauten. Die differenzierte Volumetrie mit Schrägdächern und springendem First gliedert die Baukörper und verleiht der Überbauung eine eigenständige, zugleich ortsverträgliche Erscheinung.
Architektur und Ausdruck
Fein gegliederte Holzfassaden prägen den architektonischen Ausdruck der Neubauten. Sie verleihen den Häusern eine warme, wohnliche Anmutung und stärken den Bezug zur landschaftlich geprägten Umgebung. Die Schrägdächer nehmen die Massstäblichkeit des Quartiers auf und übersetzen sie in eine zeitgemässe Architektursprache.
Ein durchgehendes Vordach auf der Westseite bindet die vorgelagerten Eingangsbereiche in das Gebäudevolumen ein. Es schafft geschützte Übergänge zwischen Haus, Nebenbauten und Garten und unterstützt die klare Adressbildung der einzelnen Reihenhäuser.
Wohnen und Grundriss
Die Reihenhäuser sind als Split-Level-Typologien organisiert und nutzen die topografische Situation des Grundstücks. Erschlossen werden die Häuser jeweils von den westseitigen Gärten her. Der Eingangsbereich befindet sich in einer vorgelagerten Nebenbaute, die als funktionaler Auftakt zum Wohnhaus dient.
Dahinter öffnet sich ein überhoher Koch- und Essbereich als räumlicher Mittelpunkt des Hauses. In Richtung Osten folgt das Gartenzimmer mit vorgelagerter Gästetoilette und direktem Zugang zum Aussenraum. Der Wohnbereich liegt leicht erhöht im ersten Obergeschoss auf der Ostseite und steht über Blickbezüge mit den darunterliegenden Räumen in Verbindung. In den oberen Geschossen befinden sich drei Schlafzimmer sowie zwei Badezimmer.
Freiraum und Erschliessung
Die privaten Aussenräume orientieren sich sowohl nach Osten als auch nach Westen und ermöglichen unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten im Tagesverlauf. Während die westseitigen Gärten die Erschliessung und Ankunft aufnehmen, öffnen sich die ostseitigen Bereiche zu ruhigen, privaten Grünräumen.
Die Autos werden in einer gemeinsamen Einstellhalle untergebracht. Dadurch bleibt die Umgebung weitgehend autofrei und es entstehen grosszügige Gartenbereiche zwischen den Häusern. Die zusammenhängenden Grünräume stärken die Wohnqualität und schaffen einen ruhigen, familienfreundlichen Charakter innerhalb der Überbauung.
Konstruktion und Nachhaltigkeit
Die Häuser sind als Holzbauten konzipiert und stehen auf einem Sockel aus Ortbeton. Die Kombination aus Holzbau und massivem Sockel verbindet eine ressourcenschonende Bauweise mit der notwendigen Robustheit im Terrain. Der gezielte Einsatz von Holz reduziert den Anteil mineralischer Baustoffe und unterstützt eine nachhaltige, langlebige Konstruktion.
Mit ihrer kompakten Bauweise, der gemeinsamen Einstellhalle und der sorgfältigen Einbettung in das bestehende Quartier leisten die Ersatzneubauten am Hofbachweg einen Beitrag zur qualitätsvollen inneren Verdichtung in Oberkirch.
Auftraggeber*in:
Privat
Ort:
Oberkirch (LU)
Auftragsart:
Direktauftrag nach Machbarkeitsstudie
Gesamtleitung Architektur:
kunzarchitekten ag, Sursee
Landschaftsarchitektur:
EDER Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
Bearbeitungszeitraum:
2024 – 2028
Programm:
Wohnen, sieben Reihenhäuser
Bilder:
kunzarchitekten ag, Sursee